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Poster des Films Die eiserne Lady

Die eiserne Lady

Beschreibung des Films und Credits

CDU Sommerkino im Orfeo am 17. Juli
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Von 1979 bis 1990 war Margaret Thatcher britische Premierministerin. Gegen Argentinien führte sie einen höchst umstrittenen Krieg um die Falklandinseln, zuhause setzte die erzkonservative Politikerin mit erbitterter Härte marktradikale Reformen und Privatisierungen von Staatsbetrieben durch. Im Bergarbeiterstreik gewann sie 1985 die Machtprobe gegen die Gewerkschaften, deren Einfluss danach dauerhaft geschwächt war. Die sozialen Einschnitte sind in England bis heute spürbar.

In kultureller Hinsicht entpuppte sich Margaret Thatcher ironischerweise als Glücksfall; so erboßt viele Künstler über ihre Politik waren, so sehr spornte dies ihre Kreativität an. Filmemacher drehten wütende Filme, die die inhumanen sozialen Einschnitte, die besonders die working class hart trafen, anprangerten. Ihrer neoliberalen Ideologie folgend hatte Thatcher zwar die staatliche Filmförderung auf ein Minimum gekürzt, mit Hilfe von Fernsehgeldern entstanden jedoch bemerkenswerte Produktionen. Regisseure wie Stephen Frears (Mein wunderbarer Waschsalon, Sammy and Rosie Get Laid), Derek Jarman (The Last of England), Mike Leigh (High Hopes, Life is sweet), Alan Clarke (Rita, Sue and Bob, too) und natürlich Ken Loach (Raining Stones, Riff Raff) drehten ihre besten Werke. Die Epoche ging als „New British Cinema“ in die Filmgeschichte ein.

Das Leben von Margaret Thatcher ist nun Gegenstand dieses Films von Phyllida Lloyd, die mit der Filmfassung des Abba-Musicals „Mamma Mia!“ bekannt wurde. Sie erzählt eine brüchige success-story vom Aufstieg der Margaret Thatcher aus einfachem Hause zur Staatschefin. Ein steiniger Weg, den sie sich durch Heerscharen von machtbesessenen, snobistisch-sexistischen Altherrenpolitikern bahnt. Auch ihre heutige Alzheimer-Erkrankung wird dabei nicht ausgeblendet. Meryl Streep gibt eine berauschende Kostprobe ihres schauspielerischen Könnens. Sie verschmilzt förmlich mit ihrer Rolle, aus Meryl wird Maggie. (peb)

Ausgezeichnet mit dem Oscar 2012 für Meryl Streep als Beste Hauptdarstellerin

Originaltitel:
The Iron Lady
 
GB 2011, 105 Min., Scope
Regie:
Phyllida Lloyd
Drehbuch:
Abi Morgan
Bildgestaltung:
Elliot Davis
Mit:
Meryl Streep, Jim Broadbent, Iain Glen, Anthony Head, Harry Lloyd, Richard E. Grant u.a.
FSK:
Ab 6 Jahre

Foto und Trailer zum Film

  • Foto aus Die eiserne Lady

Vorstellungen des Films

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OrfeoFellbach

Fr 17.07.2026

  • 19.30