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DOK-Premiere Dokumentarfilme mit Regisseurgesprächen

Einmal im Monat zeigen wir einen aktuellen Dokumentarfilm und laden die Macher dazu ein. Nach dem Film diskutieren die Regisseur*innen mit dem Publikum. Die Bandbreite an DOK-Filmen ist bewusst breit gehalten. Es geht um außergewöhnliche Filme und Themen, über die sich ein Gespräch lohnt.
Zu Gast waren sowohl bekannte Filmemacher wie Pepe Danquart, Andres Veiel, Michael Glawogger und Volker Koepp, als auch junge Talente mit ihren Filmen. Manche Filme zeigen wir bereits vor ihrem Kinostart, andere sind sogar Team-Premieren einer Produktion.
Seit 2011 gibt es die DOK-Premiere im Caligari-Kino. Initiiert, viele Jahre kuratiert und vor Ort moderiert wurde sie von Filmwissenschaftler Kay Hoffmann.
Inzwischen hat seine Rolle Christine Schäfer vom Haus des Dokumentarfilms übernommen. Die DOK-Premiere ist eine Zusammenarbeit mit dem Haus des Dokumentarfilms Stuttgart.

Informationen über den Film

05|2026

Foto aus dem Film
Was an Empfindsamkeit bleibt

Textinformationen

Do 21. Mai 2026
19:30 Uhr
Caligari-Kino

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Filmgespräch mit Regisseurin Daniela Magnani Hüller statt. Moderation: Goggo Gensch

Vierzehn Jahre nachdem die Filmemacherin den versuchten Femizid eines Mitschülers überlebt hat, kehrt sie zu den prägenden Momenten und Menschen von damals zurück. Es sind Erinnerungen voller Wärme und Zuversicht, aber auch von Kälte und Brutalität.
In einer fragmentarischen, selbstreflexiven Erzählform nähert sie sich dem Erlebten erneut an und begegnet den Personen, die in den drei Jahren um die Tat für sie eine wichtige Rolle spielten: einer Lehrerin, einer ehemaligen Mitschülerin, einem Arzt, einem Staatsanwalt, einer Kommissarin, ihrer Halbschwester und einer Freundin in Brasilien. In den Gesprächen sucht sie nach deren Erinnerungen an die damaligen Situationen – und nach Antworten auf die Fragen, die sie all die Jahre begleitet haben. Die Reise führt sie von München bis nach Rio de Janeiro.

BRD 2026, 91 Min.
Buch, Regie: Daniela Magnani Hüller
Kamera: Noah Böhm

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05|2026

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Daniela Magnani Hüller, geboren 1995 in München, ist eine deutsch-brasilianische Filmemacherin. Nach dem Abitur lebte sie in Rio de Janeiro und studierte später Dokumentarfilmregie an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Sie realisierte mehrere Kurzfilme als Autorin, Regisseurin und Editorin. 2023 erhielt sie den DOK.Talent Award beim DOK.fest München. „Was an Empfindsamkeit bleibt“ ist ihr dokumentarisches und autobiografisches Langfilmdebüt.

Informationen über den Film

06|2026

Foto aus dem Film
Ensemble Modern - Why We Play

Textinformationen

Mi 10. Juni 2026
19:30 Uhr
Caligari-Kino

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Filmgespräch mit Regisseur Thorsten Schütte statt. Moderation: Christine Schäfer

Der Film eröffnet einen unmittelbaren Zugang zur Arbeit des Ensemble Modern und begleitet die Musiker:innen nicht nur auf der Bühne, sondern vor allem in den Proben – dorthin, wo Musik entsteht. In konzentrierten Arbeitsprozessen wird hörbar, wie sich eine gemeinsame musikalische Sprache formt: durch Suchen, Verwerfen und erneutes Annähern. Im Zentrum stehen Werke prägender Komponist:innen wie Rebecca Saunders, Heiner Goebbels und Mark Andre ebenso wie Positionen einer jüngeren Generation wie Brigitta Muntendorf und Milica Djordjevic. Der Film macht diesen Prozess sichtbar und erfahrbar und eröffnet zugleich einen Einblick in die künstlerischen Fragestellungen, die zeitgenössische Musik heute prägen. Dabei entsteht das Bild eines Ensembles als lebendiger Organismus – getragen von individueller Handschrift, kollektiver Präzision und kontinuierlicher Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Vimbayi Kaziboni, Ingo Metzmacher und Enno Poppe. Jährlich erarbeitet das Ensemble Modern rund 70 Werke und bewegt sich dabei immer wieder in ungewöhnlichen und experimentellen Klangwelten.

BRD 2026, 104 Min.
Regie, Buch: Thorsten Schütte
Kamera: Ebrahim Alfadhala, Maud Mascré, Thorsten Schütte
Montage: Willibald Wonneberger
Ton: Markus Rebholz, David Almeida-Ribeiro

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06|2026

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Thorsten Schütte arbeitet als Autor, Regisseur und Produzent und ist seit über dreißig Jahren im Bereich Dokumentarfilm tätig. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Musikfilm und gesellschaftspolitischem Dokumentarfilm und verbinden filmisches Erzählen mit historischen und sozialen Fragestellungen. Schüttes Filme wurden weltweit auf renommierten Festivals gezeigt. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen „Eat That Question – Frank Zappa In His Own Words“ sowie „Namibia Generation X“. Ein wiederkehrender Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf Fragen von Zivilgesellschaft, Gleichberechtigung und postkolonialen Perspektiven, insbesondere im südlichen Afrika. Seit 2002 ist Schütte an der Filmakademie Baden-Württemberg im Bereich Dokumentarfilm und Spielfilm tätig.