Informationen über den Film
10|2026
Biermann
Textinformationen
Mi 28. Oktober 2026
19:30 Uhr
Caligari-Kino
Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Filmgespräch mit Regisseur Jens Meurer statt. Moderation: Christine Schäfer
Liedermacher Wolf Biermann hat schon immer polarisiert. Seit über 60 Jahren sorgt die poetische Kraft seiner Texte für kleine und große politische Beben. Und so ist die Musik der Ausgangspunkt, sich dieser Jahrhundertpersönlichkeit filmisch zu nähern. Einem Mann, der die Dialektik lebt und lebendig macht, weil er sie auf seine verschmitzte Art sehr ernst nimmt. Er erklärt die Welt, indem er sie unablässig in Frage und gerne auf den Kopf stellt. Und bewahrt dabei Haltung.
Der Film begleitet den 90-Jährigen bei der Begegnung mit jungen Künstler.innen, Politiker.innen sowie seiner Familie und verwebt dieses Material mit ikonischen, teils unveröffentlichten Archivaufnahmen. Im Zentrum stehen Biermanns Herkunft, seine Hinwendung zur Musik, sein Wirken in der DDR, das Kölner Konzert von 1976 und dessen Folgen sowie sein künstlerisches Arbeiten bis in die Gegenwart.
So entsteht ein mitreißendes und sehr persönliches Kaleidoskop eines Lebens, eine einzigartige Biografie eines einzigartigen Menschen. Denn: Mit keinem lebenden Künstler ist deutsch-deutsche Geschichte so eng verbunden wie mit Wolf Biermann.
BRD 2026, 120 Min.
Regie: Jens Meurer (Seaside Special, An Impossible Project)
Buch: Dirk Kämper, Jens Meurer, Pamela Biermann
Kamera: Sebastian Ganschow, Bernd Fischer
Trailer sehen:
10|2026
Informationen zu den RegisseurInnen

Jens Meurer arbeitet seit über drei Jahrzehnten gleichermaßen leidenschaftlich für den Dokumentar- als auch für den Spielfilm. Seine Arbeiten verbinden persönliche Handschrift mit historischem Bewusstsein und einem ausgeprägten Interesse an politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen.
1963 in Nürnberg geboren, lebte Meurer ab seinem zwölften Lebensjahr in Johannesburg, Südafrika. Nach Ausflügen ins journalistische Fach, sowie einem Studium in Oxford, Paris und New York widmete er sich in seinen ersten Dokumentarfilmen ab Anfang der 1990er Jahre thematisch dem Zerfall der Sowjetunion, der Überwindung der Apartheid in Südafrika, sowie der Revolutions- Geschichte der Black Panther-Bewegung. Sein Werk als Dokumentarfilmer, für das er als Regisseur und Drehbuchautor verantwortlich zeichnet, umfasst 11 Langfilme und einen Kurzfilm.
Als Produzent war Jens Meurer bei diversen internationalen Kino- und Fernsehproduktionen federführend, darunter „Russian Ark“, den Regisseur Alexander Sokurov in der Eremitage in St. Petersburg realisierte; „Black Book“, das europäische Comeback der Regie-Legende Paul Verhoeven; der mit zwei Oscar-Nominierungen gekürte „Ein russischer Sommer“ (Regie: Michael Hoffmann) sowie Oliver Assayas‘ Meisterwerk „Carlos – Der Schakal“.




