Inhalt
Winter in Sokcho
Beschreibung des Films und Credits
Von Herkunft und Identität erzählt Koya Kamura in seinem stimmungsvollen Debütfilm, der auf dem auch in Deutschland erfolgreichen Roman der Franko-Schweizerin Elisa Shua Dusapin basiert. Er handelt von einer zufälligen Begegnung zwischen zwei einsamen Menschen, die sich treffen und wieder auseinandergehen.
Nach Jahren im Ausland ist Soo-Ha wieder in ihre südkoreanische Heimat zurückgekehrt und arbeitet in einem kleinen Hotel. Anders der Franzose Yan, der auf unbestimmte Zeit in das Hotel eincheckt und von der seltsam abweisend wirkenden Soo-Ha ein winziges Zimmer zugewiesen bekommt. Ihre Irritation ob des gut doppelt so alten Franzosen hat einen Grund: Soo-Has Vater war selbst Franzose, hatte ihre Mutter jedoch schon vor der Geburt verlassen. Das Soo-Ha Französisch spricht macht sie zur wichtigen Anlaufstelle für den Mann, der sich als Comic-Künstler auf der Suche nach Inspiration herausstellt. Warum es ihn ausgerechnet nach Sokcho verschlagen hat bleibt wie vieles offen, nur langsam kommen sich die beiden Charaktere näher, Soo-Ha mit größerer Neugier, vielleicht auch der Hoffnung, dass es sich bei Yan aus purem Zufall um ihren Vater handeln könnte oder er zumindest in die Rolle eines Ersatzvater schlüpfen könnte. Yan dagegen hält sich zurück, meidet soziale Situationen.
Was der Geschichte an äußerer Handlung fehlt, wird durch das Evozieren von widersprüchlichen Gefühlsregungen wettgemacht. In loser Form beschreibt Kusama wie Soo-Ha und Yan umeinander kreisen, wie sich ihr unbestimmtes Verhältnis mal in diese, mal in jene Richtung zu entwickeln scheint. (programmkino.de)
- Originaltitel:
- Hiver à Sokcho
- Frankreich 2024, 105 Min., OmU
- Regie:
- Koya Kamura
- Drehbuch:
- Koya Kamura, Stéphane Ly-Cuong
- Buchvorlage:
- Elisa Shua Dusapin
- Bildgestaltung:
- Élodie Tahtane
- Mit:
- Bella Kim, Roschdy Zem, Park Mi-Hyeon, Ryu Tae-Ho, Gong Do-Yu, Jung Kyung-Soon u.a.
- FSK:
- Ab 12 Jahre
- Französisch und Koreanisch mit dt. Untertiteln
Foto und Trailer zum Film
Vorstellungen des Films
Mitte Februar im Caligari geplant. Im Orfeo Anfang März




