Inhalt
Andor Hirsch
Beschreibung des Films und Credits
In seinem dritten Spielfilm erzählt László Nemes von einem jüdischen Jungen, der im Ungarn der späten 1950er Jahre seine Identität sucht.
Budapest, 1957. Nach dem gescheiterten Aufstand gegen das kommunistische Regime wächst der jüdische Junge Andor bei seiner Mutter auf. Sie erzählt ihm idealisierte Geschichten über seinen Vater, der im Holocaust ermordet wurde.
Da taucht plötzlich ein Mann auf, der seine Mutter während des Kriegs versteckt hatte, und behauptet, Andors wahrer Vater zu sein. Der grobschlächtige Metzger ist Andor ein Gräuel, seine Welt wird auf den Kopf gestellt.
Der Film zeichnet die Geschichte einer Familie nach, die von einigen der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts überschattet ist. Vom verheerenden Trauma des Holocaust bis hin zur autoritären Herrschaft des Kommunismus entfaltet Nemes’ neuester Film eine tief bewegende Konfrontation mit Identität, Erinnerung und dem fragilen Prozess, zu sich selbst zu finden.
Das in Sepiatönen gehaltene Drama verbindet eine individuelle Identitätssuche mit fortwirkendem Antisemitismus und verdrängter Schuld in der repressiven ungarischen Gesellschaft der 1950er-Jahre. (filmdienst)
Ein persönliches Familiendrama, das sich zur Parabel über Herkunft, Trauma und Überleben im Nachkriegseuropa weitet. (epd film)
Wie alle Filme von László Nemes wurde auch „Andor Hirsch“ auf Film gedreht – ein Punkt, der ihm besonders am Herzen liegt: „Ich drehe immer auf Film, niemals digital. Ich glaube, der Grund, warum immer mehr Leute wieder zum Film zurückkehren, ist, dass er Tiefe, Detailreichtum, Textur und Disziplin vermittelt. Außerdem weckt er für Besetzung und Crew ein Bewusstsein dafür, dass die Mittel begrenzt sind – man schaltet nicht einfach morgens die Kamera ein und abends wieder aus. Über die ästhetischen Werte und die magische Qualität des Filmmaterials hinaus gibt es auch das Prinzip von Disziplin und Vorbereitung, das eine essentielle kreative Spannung erzeugt.“
- Originaltitel:
- Árava / Orphan
- Ungarn/GB/BRD/Frankreich 2026, 133 Min.
- Regie:
- László Nemes (Moulin, Sunset, Son of Saul)
- Drehbuch:
- László Nemes, Clara Royer
- Bildgestaltung:
- Mátyás Erdély (gedreht auf 35mm Film)
- Mit:
- Grégory Gadebois, Bojtorján Barabas, Hermina Fátyol, Marcin Czarnik, Andrea Waskovics u.a.
- FSK:
- Ab 12 Jahre Deskriptoren
- Bildformat: 1,33 : 1
Foto und Trailer zum Film
Vorstellungen des Films
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CaligariLudwigsburg
Do 11.06.2026
Mi 17.06.2026
OrfeoFellbach
Do 18.06.2026




