Informationen über den Film
11|2026
Helene Weigel - Revolutionärin im Rampenlicht
Textinformationen
Di 17. November 2026
17:00 Uhr
Caligari-Kino
Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Filmgespräch mit Regisseur in Maria Wischnewski statt. Moderation: Christine Schäfer
Helene Weigel hat ein unglaubliches Vermächtnis hinterlassen – mit ihrem eigenen Werk und dem ihres Mannes Bertolt Brecht, der an ihr wuchs und nur mit ihr Theatergeschichte schreiben konnte. Von der „lärmendsten Schauspielerin Berlins“, die Anfang der 1920er Jahre mit explosivem Stil und rabiater Behauptungskunst zum Theaterstar der Hauptstadt aufstieg, zur Intendantin des Berliner Ensembles. Sie war eine Macherin, die sich für nichts zu fein war. Ihr Spektrum reichte von der Handwerkerin bis zur Erneuerin des Epischen Theaters, von der Sängerin in Arbeiterkneipen bis zur Matriarchin mit Masterplan, die sich und ihr Theaterhaus gegen alle Verwerfungen der Nachkriegszeit zu wehren wusste. Für viele Menschen in der jungen DDR wurde sie zur Hoffnungsträgerin.
Der Dokumentarfilm füllt eine gravierende Lücke, denn erschütternd wenig wird an den gewaltigen Spielraum erinnert, den Helene Weigel für sich, die Schauspielkunst und die Kulturpolitik erkämpfte. Er lässt teilhaben an diesem verwegenen, rasanten, tragischen Leben, das voller Erschütterungen und unerschütterlicher Energie steckt. Höchste Zeit ist es für die Geschichte dieser Jüdin aus Wien, die zu einer Frau der Extreme wurde.
BRD/Österreich 2026, 102 Min.
Regie, Buch: Maria Wischnewski
Kamera: Martin Langner
Montage: Marek Weinhold
Dokumentarfilm
Mit Katharina Thalbach, Sarah Brecht, Johanna Schall, Manfred Karge, Sabine Kebir, Vera Tenschert, Birgit Minichmayr, August Diehl uva.
FSK: 6
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11|2026
Informationen zu den RegisseurInnen

Die Filmemacherin Maria Wischnewski wurde 1976 in Ost-Berlin geboren und lebt heute in Brandenburg. Bereits früh ist sie dem Dokumentarfilm in all seinen Facetten verfallen. Sie arbeitet seit 2007 als Autorin, Regisseurin und Produzentin. 2016 gründet sie die Firma Koberstein Film, die sich die Produktion von Filmen, die wirken und bewegen wollen, auf die Fahnen geschrieben hat – in einer Zeit, in der Dokumentarfilm wichtiger denn je ist. Viele der Filme profitieren von einem transmedialen Ansatz und spartenübergreifenden Synergien. Die Partnerschaften je nach Projekt gehen oft über den Filmbereich hinaus. Es gibt Kooperationen mit Stiftungen, Theatern, Hochschulen und kulturellen Institutionen. Maria Wischnewski ist Mitglied der Deutschen Filmakademie, im Vorstand der AG DOK und Grimme-Preisträgerin.




