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DOK-Premiere Dokumentarfilme mit Regisseurgesprächen

Einmal im Monat zeigen wir einen aktuellen Dokumentarfilm und laden die Macher dazu ein. Nach dem Film diskutieren die Regisseur*innen mit dem Publikum. Die Bandbreite an DOK-Filmen ist bewusst breit gehalten. Es geht um außergewöhnliche Filme und Themen, über die sich ein Gespräch lohnt.
Zu Gast waren sowohl bekannte Filmemacher wie Pepe Danquart, Andres Veiel, Michael Glawogger und Volker Koepp, als auch junge Talente mit ihren Filmen. Manche Filme zeigen wir bereits vor ihrem Kinostart, andere sind sogar Team-Premieren einer Produktion.
Seit 2011 gibt es die DOK-Premiere im Caligari-Kino. Initiiert, viele Jahre kuratiert und vor Ort moderiert wurde sie von Filmwissenschaftler Kay Hoffmann.
Inzwischen hat seine Rolle Christine Schäfer vom Haus des Dokumentarfilms übernommen. Die DOK-Premiere ist eine Zusammenarbeit mit dem Haus des Dokumentarfilms Stuttgart.

Informationen über den Film

11|2026

Foto aus dem Film
Helene Weigel - Revolutionärin im Rampenlicht

Textinformationen

Di 17. November 2026
17:00 Uhr
Caligari-Kino

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Filmgespräch mit Regisseur in Maria Wischnewski statt. Moderation: Christine Schäfer

Helene Weigel hat ein unglaubliches Vermächtnis hinterlassen – mit ihrem eigenen Werk und dem ihres Mannes Bertolt Brecht, der an ihr wuchs und nur mit ihr Theatergeschichte schreiben konnte. Von der „lärmendsten Schauspielerin Berlins“, die Anfang der 1920er Jahre mit explosivem Stil und rabiater Behauptungskunst zum Theaterstar der Hauptstadt aufstieg, zur Intendantin des Berliner Ensembles. Sie war eine Macherin, die sich für nichts zu fein war. Ihr Spektrum reichte von der Handwerkerin bis zur Erneuerin des Epischen Theaters, von der Sängerin in Arbeiterkneipen bis zur Matriarchin mit Masterplan, die sich und ihr Theaterhaus gegen alle Verwerfungen der Nachkriegszeit zu wehren wusste. Für viele Menschen in der jungen DDR wurde sie zur Hoffnungsträgerin.
Der Dokumentarfilm füllt eine gravierende Lücke, denn erschütternd wenig wird an den gewaltigen Spielraum erinnert, den Helene Weigel für sich, die Schauspielkunst und die Kulturpolitik erkämpfte. Er lässt teilhaben an diesem verwegenen, rasanten, tragischen Leben, das voller Erschütterungen und unerschütterlicher Energie steckt. Höchste Zeit ist es für die Geschichte dieser Jüdin aus Wien, die zu einer Frau der Extreme wurde.

BRD/Österreich 2026, 102 Min.
Regie, Buch: Maria Wischnewski
Kamera: Martin Langner
Montage: Marek Weinhold
Dokumentarfilm
Mit Katharina Thalbach, Sarah Brecht, Johanna Schall, Manfred Karge, Sabine Kebir, Vera Tenschert, Birgit Minichmayr, August Diehl uva.
FSK: 6

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Trailer-FSK: ab 0

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11|2026

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Die Filmemacherin Maria Wischnewski wurde 1976 in Ost-Berlin geboren und lebt heute in Brandenburg. Bereits früh ist sie dem Dokumentarfilm in all seinen Facetten verfallen. Sie arbeitet seit 2007 als Autorin, Regisseurin und Produzentin. 2016 gründet sie die Firma Koberstein Film, die sich die Produktion von Filmen, die wirken und bewegen wollen, auf die Fahnen geschrieben hat – in einer Zeit, in der Dokumentarfilm wichtiger denn je ist. Viele der Filme profitieren von einem transmedialen Ansatz und spartenübergreifenden Synergien. Die Partnerschaften je nach Projekt gehen oft über den Filmbereich hinaus. Es gibt Kooperationen mit Stiftungen, Theatern, Hochschulen und kulturellen Institutionen. Maria Wischnewski ist Mitglied der Deutschen Filmakademie, im Vorstand der AG DOK und Grimme-Preisträgerin.