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Montag, 26. Februar 2018

Julian Schnabel - A Private Portrait

Foto aus Julian Schnabel - A Private Portrait

Er gilt als einer der erfolgreichsten, aber auch umstrittensten Maler seiner Generation, manche verehren, andere verachten ihn als Selbstdarsteller. Die Rede ist von Julian Schnabel, der Anfang der 1980er Jahre auf der New Yorker Kunstszene auftauchte, mit riesigen Gemälden, die perfekt in die exzessiven achtziger Jahre passten, in der es um alles andere als Bescheidenheit ging. Noch viel wichtiger als die eigentliche Kunst war vielleicht sogar der Künstler selbst, seine Persönlichkeit, und auch da überzeugte Schnabel. Ein großer, schwerer Mann, der mit Warhol, Basquiat, Haring und all den anderen Größen der New Yorker Kunstszene befreundet war und sich nicht um Konventionen scherte.
In den 90er Jahren begann er Filme zu drehen, zunächst „Basquiat“ über seinen viel zu jung verstorbenen Künstler-Freund, dann „Before Night Falls“ über den Exil-Kubaner Reinaldo Arenas, schließlich seinen größten Erfolg „Schmetterling und Taucherglocke“, in dem er auf visuell überbordende Weise imaginierte, wie sich ein Mensch fühlt, der bewegungslos im eigenen Körper eingesperrt ist.

Pappi Corsicato, ein Freund des Künstlers, offenbart in seinem Porträt den Menschen hinter dem Künstler. Schnabel öffnet sein privates Archiv, spricht über seine Anfänge als Künstler, die skandalträchtige New Yorker Kunstszene der 1980er Jahre und über künstlerische wie persönliche Krisen. Auch langjährige Wegbegleiter wie Al Pacino, Willem Dafoe, Bono und Emmanuelle Seigner kommen zu Wort.

Ein klein wenig mehr kritische Distanz, ein wenig Eingehen auf die kontroversen Diskussionen, die über Schabel und seine Kunst geführt wurden und werden, hätte aus einer Eloge jedoch einen vielschichtigeren Film gemacht. (programmkino.de)

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Originaltitel:
Julian Schnabel: A Private Portrait
 
USA/Italien 2017, 84 Min., OmU
Regie:
Pappi Corsicato
Drehbuch:
Pappi Corsicato
FSK:
Ohne Altersbeschränkung

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