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Sonntag, 30. April 2017

Die andere Seite der Hoffnung

Foto aus Die andere Seite der Hoffnung

Khaled, ein junger Syrer will in Helsinki Asyl beantragen, ohne große Erwartungen an seine Zukunft. Als die finnischen Behörden entscheiden, ihn in die Ruinen von Aleppo zurückzuschicken, beschließt er, illegal im Land zu bleiben.
Wikström, ein fliegender Händler für Männerhemden und Krawatten, verlässt seine Frau, gibt seinen Job auf und kauft ein heruntergewirtschaftetes Restaurant in einer abgelegenen Gasse von Helsinki.
Er findet Khaled schlafend im Innenhof vor seinem Restaurant. Vielleicht sieht er etwas von sich selbst in diesem ramponierten, angeschlagenen Mann. Jedenfalls stellt er Khaled als Putzkraft und Tellerwäscher an. Für einen Moment zeigt uns das Leben seine sonnigere Seite, aber schon bald greift das Schicksal ein. Der Ausgang des Films bleibt offen, er führt entweder in ein respektables Leben oder auf den Friedhof. Für in die Enge getriebene Menschen bietet beides Vorzüge.

„Die andere Seite der Hoffnung“ erzählt davon, dass jeder Melancholie ein fast rebellischer Zug der Hoffnung innewohnt. Und zeigt das Leben als Wechselspiel von ständiger Sehnsucht und schwankender Hoffnung, von fast märchenhafter Menschlichkeit und kaltem Realismus.

Aki Kaurismäkis Filme sind bekannt für ihren lakonischen, skurrilen und minimalistischen Stil. Seine Helden waren immer die „kleinen Leute“: Außenseiter, Arbeiter und Arbeitslose – die Verlierer der Gesellschaft. Seit „Le Havre“ hat Kaurismäki den Kosmos seiner filmischen „Underdogs“ um eine globale Komponente erweitert. Um diejenigen, die auf der Flucht sind und jetzt in der sozialen Hierarchie ganz unten stehen.
Für „Die andere Seite der Hoffnung“ wurde er mit dem Silbernen Bären der Berlinale ausgezeichnet, für die Beste Regie.

„ein großes Märchen. Es zeigt uns die Welt, wie sie sein könnte. Vielleicht ein bisschen traurig, aber verdammt schön.“ (ARD ttt)

„Mit lakonischen Dialogen, trockenem Humor und bierernsten Figuren, die emotionslos wirken und umso rührender sind, wenn ihre Gefühle sich für den Bruchteil einer Sekunde an die Oberfläche vorarbeiten.“ (Süddeutsche Zeitung)

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Originaltitel:
Toivon tuolla puolen
 
Finnland 2017, 98 Min.
Regie:
Aki Kaurismäki
Drehbuch:
Aki Kaurismaki
Kamera:
Timo Salminen
Darsteller:
Sherwan Haji, Sakari Kuosmanen, Ilkka Koivula, Janne Hyytiäinen, Nuppu Koivu u.a.

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