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Montag, 11. Dezember 2017

Das Kongo Tribunal

Foto aus Das Kongo Tribunal

Im Jahr 2015 hat der Schweizer Regisseur und Aktionskünstler Milo Rau im Ostkongo und in Berlin zwei öffentliche Anhörungen zu den Ursachen und Hintergründen des seit über 20 Jahren tobenden Bürgerkriegs im Osten des Kongos veranstaltet.
Dieses „Kongo Tribunal“ wird nun im gleichnamigen Film dokumentiert, ergänzt um Recherchematerial, das im Land vor Ort entstand. Die Verhandlungen des Tribunals machen deutlich, dass auf dem Rücken der Menschen im Ostkongo ein internationaler Wirtschaftskrieg um wichtige Rohstoffe geführt wird. Der Film forscht nach Ursachen und Hintergründen und gibt dabei vielen Betroffenen erstmals die Möglichkeit, öffentlich ein Zeugnis abzulegen. Die schonungslose Analyse mündet in einen hoffnungsvollen Appell: Gerechtigkeit ist möglich, wenn man sich entschlossen dafür einsetzt. (programmkino.de)

„...bahnbrechend... Kaum jemals zuvor wurde der Zusammenhang von Konflikten, Rohstoffausbeutung und europäischem Wohlstand so schockierend präzise sichtbar gemacht...Der Film lässt aufgeklärt, verstört, beschämt zurück. Das ´Kongo-Tribunal´ ist das Gegenteil von neokolonialer Überstülpung: Der Film beweist symbolisch, dass Rechtsprechung möglich ist. Er bringt Menschen zu Gehör, die sonst keine Stimme haben, setzt spielerisch Tatsachen ins Weltbewusstsein, die danach vielleicht leichter umgesetzt werden können.“ (taz)

„Gerechtigkeit ist möglich, das ist die Botschaft des Kunstprojekts. Sie wirkt wie ein Aufruf zur Revolution. Ob Stadt oder Dorf, Akademiker oder Analphabeten: Der Film rüttelt auf. Alle, die ihn sehen, glauben, dass sie selbst etwas bewegen können. Sie schmieden Pläne, das Gerichtsmodell tatsächlich umzusetzen. Genau das will Milo Rau: Der Utopie einen Raum geben, beweisen, dass das Unmögliche möglich ist. Das Kongo Tribunal verurteilt die
Provinzregierung und multinationale Konzerne gleichermaßen. Die, die den Film sehen, verstehen auf einmal, dass das Leid der Kongolesen mit unserem Wohlstand zusammenhängt. Dieses Verstehen ist für Milo Rau die wichtigste Voraussetzung für Demokratie.“ (ttt – titel, thesen, temperamente)

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Schweiz/BRD 2017, 105 Min., OmU
Regie:
Milo Rau
Drehbuch:
Milo Rau
Kamera:
Thomas Schneider
Produktion:
Arne Birkenstock
FSK:
Ab 12 Jahre
 
Dokumentarfilm

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