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Programmkinos in Ludwigsburg und Fellbach

Dienstag, 21. November 2017

Amelie rennt

Foto aus Amelie rennt

Als die asthmakranke Amelie von ihren Eltern in eine Lungenklinik nach Südtirol gebracht wird, ist sie sauer. Bereits nach kurzer Zeit verschwindet sie nachts und beschließt trotzig, es nun allen zeigen zu wollen und den höchsten Berg der Gegend zu besteigen. Ganz allein. Nun gut, nicht ganz allein. Denn der 15-jährige „Kuhherdenmanager“ Bart begleitet sie nach oben. Am Anfang kann Amelie Bart gar nicht ausstehen. Und auch Bart ist nicht begeistert von der giftspritzenden Nervensäge. Doch so eine Wanderung führt manchmal zu ungewöhnlichen Freundschaften.

Neben dem großartig fotografierten Abenteuer eines Bergaufstiegs erzählt „Amelie rennt“ auf authentisch-nachvollziehbare Art und Weise die Geschichte einer chronischen Krankheit. Doch werden die sich wiederholenden Asthma-Anfälle Amelies nicht überdramatisch inszeniert, sondern eher still und doch intensiv. Dank der Kamera und einer gelungenen Montage ist man in solchen Momenten ganz nah bei Amelie und spürt mit ihr die Krankheit, die ihr Leben einschränkt. Und wenn Amelie am Ende des Films auf dem Berg steht und vom Gipfel auf das Tal schaut, spürt man, dass Amelie alles schaffen kann, was sie sich vornimmt. Sogar springen oder rennen. Eine Botschaft, die auch die jugendliche Zielgruppe dazu animieren kann, ungeachtet jeder Einschränkung an die Erfüllung großer Träume zu glauben. „Amelie rennt“ ist mit seiner berührenden Geschichte und seinen starken Charakteren der beste Beweis für kurzweiliges, einfühlsames und originelles deutsches Kinderkino. (FBW)

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BRD 2017, 97 Min.
Regie:
Tobias Wiemann
Drehbuch:
Natja Brunckhorst
Kamera:
Martin Schlecht
Darsteller:
Mia Kasalo, Samuel Girardi, Susanne Bormann, Denis Moschitto, Jasmin Tabatabai u.a.
FSK:
Ab 6 Jahre
 
Empfohlen ab 9 Jahren
 
30 Bonuspunkte im Orfeo

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