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Montag, 26. Februar 2018

Alles Geld der Welt

Foto aus Alles Geld der Welt

Es ist einer der aufsehenerregendsten Fälle der Kriminalgeschichte: 1973 wird der 16-jährige Paul, Enkel des milliardenschweren Öl-Magnaten J. Paul Getty, in Rom entführt. Die Kidnapper verlangen 17 Millionen Dollar Lösegeld, doch der reichste Mann der Welt denkt gar nicht ans Bezahlen. Der alte Griesgram hält das Ganze für eine Inszenierung und fürchtet Nachahmer – schließlich hat er 13 weitere Enkel. Nur Pauls verzweifelte Mutter Gail kämpft weiter um das Leben ihres Sohnes und verbündet sich schließlich mit dessen Sicherheitsberater. Den beiden bleibt nur noch wenig Zeit, bis das Ultimatum abläuft.

Der Rauswurf Kevin Spaceys und der Nachdreh aller Szenen mit Christopher Plummer brachte den Film schon lange vor dem Kinostart in die Schlagzeilen. Nach den Vorwürfen gegen Spacey wegen sexueller Belästigung fürchtete Ridley Scott den Boykott seines Films. So wurde Spacey komplett durch Plummer ersetzt. Es spricht einiges dafür, dass der knorrige Plummer dem echten J. Paul Getty deutlich näherkommt als der hinter einer Maske kaum noch erkennbare Spacey.

Ridley Scott Scott gelingt es meisterhaft, das Zeitgefühl der 1970er Jahre zu evozieren. Erwartungsgemäß ist dies großes Ausstattungskino, das akribisch die Ära vor dem Internet abbildet, in der sich die Dinge noch mit erstaunlicher Langsamkeit entwickeln konnten, denn die Entführung dauerte geschlagene fünf Monate. Obwohl der Ausgang des historischen Falls bekannt ist, entwickelt der Film eine ungemeine Spannung und lässt uns bis zum letzten Moment mit der tapfer kämpfenden und leidenden Gail mitfiebern.

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Originaltitel:
All the Money In the World
 
USA 2017, 133 Min., Scope
Regie:
Ridley Scott (Alien, Blade Runner, Thelma & Louise, American Gangster)
Drehbuch:
David Scarpa
Kamera:
Dariusz Wolski
Darsteller:
Michelle Williams, Christopher Plummer, Mark Wahlberg, Romain Duris, Timothy Hutton, Charlie Plummer u.a.
FSK:
Ab 12 Jahre

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OmU = Original mit dt. Untertiteln